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Von Gottes Genaden Wir Maximilian Emanuel, in Ob- und Nidern-Bayrn, auch der Obern Pfaltz Hertzog, Pfaltz-Graf bey Rhein, deß Heil. Roem. Reichs Ertz-Truchseß, und Chur-Fuerst, Land-Graf zu Leuchtenberg. ENtbiethen allen und jeden Unseren Hof-Rhats-Praesidenten, Vicedomben, Haupt-Leuthen, Pflgeren , Richteren, Gerichts-Verwandten, und allen anderen Lands-Staenden Unserer Chur-Fuerstenthumben und Landen, von Praelathen, Grafen, Herren, Ritterschafft, auch Staedten und Maerckten, und ins gmain al unsern Unterthonen, Ambt-Leuthen, und Zuegewandten, Unsere Gnad und Grueß zuvor, und fiegen denenselben hiemit zuvernehmen, was massen Uns mit ungnaedigistem Mißfallen vorkommen, wie daß ungehindert der hiebevor sub dato 16. Decemb. An. 1669. dann seithero unterm 22. Febr. An. 1698. 9. Jen. An. 1712. 2. May 1713. undnegst kuertzlich de dato 27. Martij fertig abgewichenen 1718. Jahrs, so ernstlich außgefertigten Befelch, und General-Mandaten, in so langer Zeit, und sonderlich, da Wir von unseren Landen abwesend waren, sich theils unsere Lands-Staend, sowohlen von Praelathen: als der Ritterschafft, welche berechtigte Praeuhaeuser haben, unbefuegt angemasset, gleichsamb zu eigner Willkuhr zunehmen, ob: und wann ihnen das weisse Bier von unseren Praeuhaeusern, in ihre Hofmarchliche District und Tafehrnen einzulassen, ebens und gefoellig seye wo deren Theils noch weithers geschritten, und sich unternohmen, solch unser weisses Bier ihren Wuerthen bey hohen: gantz unziemlichen Straffen, betrohender Einschlagung der Boeden, Einziehung ihrer habenden Gerechtigkeiten, und anderen dergleichen ungebuehrlichen Comminationen offentlich zuverbiethen, wohl auch, damit sie das weisse außtrucken, und umb so mehr ihren braunen Bier-Verschleiß befoerdern moegen, darauff ein sogenanntes Zue- oder Ungelt haimblich schlagen, und so gar denen Wuerthen das Verbott, der Zuelegung deß weissen Biers, in ihren Gerechtigkeits-Brieffen, neuerlich obtrudieren, und selbigen einverleiben z

Gott; Gnade; Maximilian Emanuel; Oberbayern; Niederbayern; Oberpfalz; Herzog; Pfalzgraf bei Rhein; Heiliges Römisches Reich; Erztruchsess; Kurfürst; Landgraf; Leuchtenberg; Entbietung; Hofratspräsident; Viztum; Hauptleute; Pfleger; Richter; Gerichtsverwandter; Landstände; Kurfürstentum; Land; Prälat; Graf; Herr; Ritterschaft; Stadt; Markt; Untertan; Amtleute; Zugewandter; Gruß; Fügung; Vernehmung; Ungnade; Missfallen; Vorkommen; 16; Dezember; 1669; 22; Februar; 1698; Neun; Januar; 1712; Zwei; Mai; 1713; 27; März; 1718; Jahr; Ernst; Ausfertigung; Befehl; Generalmandat; Zeit; Land; Abwesenheit; Landstände; Prälat; Ritterschaft; Berechtigung; Bräuhaus; Anmaßung; Willkür; Weißbier; Hofmark; Distrikt; Taferne; Gefälligkeit; Wirt; Unziemlichkeit; Strafe; Einschlagung; Boden; Einziehung; Gerechtigkeit; Ungebührlichkeit; Öffentlichkeit; Verbot; Braunbier; Verschleiss; Beförderung; Ungeld; Wirt; Gerechtigkeitsbrief; Einverleibung; Ansehen; Gewinn; Nachlebung; Generale

Von Gottes Genaden Wir Maximilian Emanuel, in Ob- und Nidern-Bayrn, auch der Obern Pfaltz Hertzog, Pfaltz-Graf bey Rhein, deß Heil. Roem. Reichs Ertz-Truchseß, und Chur-Fuerst, Land-Graf zu Leuchtenberg

Ausst.: Maximilian Emanuel


Erscheinungsjahr ermittelt aus Ausstellungsdatum


In der Verordnung werden Mandate zur Regelung des Bierbrauens vom 16.12.1669, vom 22.02.1698, vom 09.01.1712, vom 02.05.1713 (= BSB, Kloeckeliana 72,24) sowie vom 27.03. 1718 erwähnt. - Ausstellungsdatum: München, 1719, 1. September


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Besitzer: München, Bayerische Staatsbibliothek -- Kloeckeliana 66#Beibd.26