You're viewing this item in the new Europeana website. View this item in the original Europeana.

Von Gottes Gnaden Maximilian Pfaltzgrave bey Rhein Hertzog in Obern und Nidern Bayrn [et]c. Entbieten allen und jeden unsern obristen Hofmeistern HofrathsPraesidenten Vitzdomben Hauptleuten Rentmeistern Pflegern Richtern Castnern Mautnern Zollnern derselben Verwaltern unnd Gegenschreibern Auch insgemein allen andern unsern Beampten und angehörigen dann den unsern von unser lieben und getrewen Landschafft aller Stände unser Gnad und Gruß zuvor und fügen euch zuvernemmen. Es gibt laider die Erfahrung mehr als gut ist zuerkennen das nicht allein wegen der ein zeithero hin und wider im heiligen Römischen Reich Teutscher Nation obhanden gewesten und noch wehrenden Kriegßläuffen sondern auch wegen der so grossen Unordnung die bey dem Müntzwesen eingerissen die Victualien allenthalben und zwar darumben vertheurt worden daß von Außländischen orthen keine Victualien mehr ins Landt weil der Müntzverlust zu groß wol aber im gegenspiel der beste und maiste Vorraht gedachter Victualien hinauß und an solche orth gebracht und verführt wirdt da man die grobe Müntzsorten noch in etwas ringerm werth annimbt entgegen selbige diser orthen da sie die Victualien erkauffen oberschwengklich hoch hinbringen kan ... :Geben under unserm hievorgetrucktem Secrete in unserer Statt München den 17. Ianuarii Anno 1622.

München, Bayerische Staatsbibliothek -- 2 Bavar. 960,IV,7