Tenorbass-Posaune
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Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig {{cite web | url=http://www.europeana.eu/resolve/record/09102/F16DC9C552BF85898E211912B6A2FD1115D4EE38|title=Tenorbass-Posaune|author=Christian Friedrich Sattler, http://www.mimo-db.eu/InstrumentMaker/Person/2809 & Sattler|accessdate=2013-06-20 |publisher=Europeana}}
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- Trombone (572)
- 423.22 Labrosones with slides (302)
Tenorbass-Posaune
Description: B1-Größe, al ~ 440 Hz, etwas tiefer stehend als Nr. 4137/38. Zum Zusammenspiel sind für Nr. 4137/38 kurze Aufsteckstücke zu verwenden. Mundstück.6 Auszüge (7 Positionen). Bei Stürze 2. Auszug.Rohrgliederung 14. Gleiche Anlage und Strukturmerkmale wie bei Nr. 4137, s. d. Keine Verengung im Mundrohr.Sehr weite, steigende Spindelmensur. Weites Schallstück.Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 179-180.; Die 3 Posaunen von C. F. Sattler (4137, 4138, 4139) bilden einen aufeinander abgestimmten Chor und wurden 1841 für die Musik der Thomas- und Nikolaikirche angeschafft. In einem um 1845 aufgestellten Inventar (Stadtarchiv Leipzig, Stift IX, B 35) sind die Instrumente ohne nähere Angaben als "ein neues Chor Posaunen" angeführt. Sie befanden sich damals im Instrumentenschrank der Thomasschule und wurden vom Nikolaikantor A. E. Müller verwahrt. Später kamen die Instrumente jedoch in die Nikolaikirche und wurden von dort 1974 mit 2 Violoncelli und Paar 1 Pauken an das Museum abgegeben. Die Posaunen sind sehr gut erhalten und insgesamt wenig geblasen worden, immerhin so viel, dass im 19. Jh. kleine Reparaturen erforderlich waren. Die Gewandhausmusiker, die die Kirchenmusik der Thomaskirche mit betreuten (und betreuen), verwendeten wie auch schon die Stadtpfeifer meistens eigene Instrumente.Der Chor ist ein Prototyp der Sächsischen weitmensurierten Posaunen, deren Konzeption und Anlage von C. F. Sattler bis um 1835 geschaffenwurde. In Sachsen nimmt die Tendenz zur Weitmensurierung der Posaunen durch Sattler am frühesten eine gültige Gestalt an. Andere Bemühungen, wie sie bei Nr. 1915 zum Ausdruck kommen, hatten keinen bleibenden Erfolg. Sattlers Instrumente sind eigenständige Posaunenmodelle, die in Deutschland z. T. bis an die Gegenwart heran verwendet wurden. Im Jahre 1844 kaufte die Dresdener Hofoper eine "Garnitur Posaunen" (wobei der Tenorbass vermutlich mit einem Quartventil versehen war) bei Sattler. Die Tenöre und Tenorbässe wurden von Sattlers Werkstattnachfolger J. C. Penzel und zahlreichen anderen Instrumentenbauern nachgearbeitet. Auch die technische Anlage mit Federkapseln und Manschetten, evtl. auch die konische Mensurierung des Ober bügels (zunächst beim Tenorbass) gehen auf Sattler zurück.Die Posaunen zeigen, wie ein bedeutender und zukunftsweisender Instrumentenmacher den mensurellen Zusammenhang der einzelnen Stimmgrößen, der ein sehr starkes Klangfarbengefälle repräsentiert, in der 1.Hälfte des 19. Jh. betrachtete.Sattler hat die Posaunen anscheinend nach dem Positiv in der Thomaskirche eingestimmt, das Christian Immanuel Schweinefleisch 1756 in Kammerstimmung gebaut hatte.Dieses Positiv wurde 1886 abgetragen. An den Mängeln in Stimmung und Klangfarbe (besonders beim Tenorbass) merkt man, daß Sattlers Instrumente in ihrer Entwicklung 1841 noch nicht ausgereift sind. Sattlers Rohrmaße entsprechen nicht immer den sächsischen Zollmaßen. Sie haben verschiedentlich Zwischenwerte, die beabsichtigt oder auch Toleranzen - z. B. durch abgenutzte Zieheisen - sein können.Nach der älteren Bezeichnung eine Tenorbassposaune (Tenorposaune mit Bassposaunenklang und guter Ansprache der Pedaltöne). Diese Bezeichnung ging später auf die Tenorposaune mit Quartventil über. Instrumente der vorliegenden Art wurden dann weitmensurierte Tenorposaunen oder B-Bariton-Zugposaunen (z. B. im Firmen katalog (von P. Stark) genannt. Bei Sattlers Tenorbassposaune wiederholt sich im Prinzip das, was sich bei den Flügelhörnern bereits 1821 namentlich mit Stoelzels Tenortrompete und Tenortrompetenbaß fassen lässt. Stoelzels Tenortrompetenbass, das spätere Tenorhorn, war weiter mensuriert als die Tenortrompete. Bei der Posaune tritt das Zeitbedürfnis nach dunklen weichen Klängen wohl erst Ende der 1820er Jahre auf. Ähnlich wie beim Tenorhorn, dominieren seit der 2. Hälfte des 19. Jh. in Deutschland auch bei den Posaunen die weitmensurierten über die engmensurierten Formen.Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 176-177, 179.; Sehr großes Klangvolumen, dunkel, dumpf, volle Tiefe; kein ausgeglichener und abgerundeter Klang. In der Höhe schwer ansprechend.Von den musikalischen Eigenschaften her kein ausgereiftes Instrument.Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 180.; Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 176-178, 179-180.
Geographic coverage: Leipzig/Sachsen/Deutschland/Europa; http://sws.geonames.org/2879139/; http://sws.geonames.org/2879139/
Date: [1841]
Type: Trombone; http://www.mimo-db.eu/InstrumentsKeywords/4369; 423.22 Labrosones with slides; http://www.mimo-db.eu/HornbostelAndSachs/356
Identifier: #ULEI:M0003731
Data provider: Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Provider: MIMO - Musical Instrument Museums Online
Providing country: Europe
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