Tenorposaune in B
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- Miler (26)
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- 423.22 Labrosones with slides (302)
Tenorposaune in B
Description: H1-Größe, jetzt mit a1 = 439 Hz. Gebaut als B1-Größe in Kammertonstimmung (s. 8). Mundstück.6 Auszüge (7 Positionen).Rohrgliederung 10. Spindeln starr verbunden. Zug seitenelastisch durch Steckrohr. Stürze mit Zwickel, s. Tafel 43. Nürnberger Rand. Gravuren s. Zeichnung. Borte 2. Scharnier-Blattverbindung 5 an neunkantiger Hülse (lose) und Lasche 2. Zwingen s. Zeichnung (Oberstück). - Reparaturflicken. Blatt" am Scharnier z. Z. abgelötet. Gebrochenes Schallstück angeschäftet, neues Stück eingesetzt. dabei nicht wesentlich verkürzt, da das Längenverhältnis Anstoß: Schallstück = 2: 9 und die Höhenteilung des Oberstückes = 3 : 5 erhalten geblieben sind. Unterstück: Gestaltung der Zwingen und Ornamente der Rohrstege wie bei Ehe Nr. 1885 und Nr. 1897. Zapfen abgebrochen. Ein Stück des Zapfens ist im Kopfstück verklemmt.Nach der Schallstückmensur ist unter der Voraussetzung: AV = 7/9 zyl + 2/9 hyp (ohne Mundstück) für das Ursprungsinstrument l = 2715 mm zu erschließen. Die originale Posaune war somit 13,5 cm länger als die jetzige und stand in Kammertonstimmung. Die Kombination mit dem jetzigen Unterstück kann in das 18. Jh. zurückreichen und in dem Bestreben vorgenommen worden sein, die Posaune in Chortonstimmung zu verwenden. Oberstück in der üblichen Nürnberger Weise disponiert mit Anstoß = 1 D, Schall stück = 4 1/2 D. Die Weitenmensur basierte ursprünglich wahrscheinlich auf einer für das 17. Jh. weiten Zylindermensur, vermutlich auf d = 10,5 mm = 4 5/6 Rheinische Linien.Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 169-170.; Nach dem Oberstück zu urteilen ursprünglich insgesamt ein reich verziertes, teures Instrument. Die Nürnberger Prozessakte 331/9 gibt einen Anhaltspunkt dafür, dass vorliegendes Instrument bereits in Wien, jedenfalls nicht mehr in Nürnberg, gebaut wurde. Darauf wies W. Wörthmüller 1955, H, S. 455 hin. Das genaue Datum von Milers Weggang aus Nürnberg ist bis jetzt nicht bekannt. Er nennt sich bereits 1636 kaiserlicher und königlicher Hofinstrumentenmacher. Die Posaune hat kein Meisterzeichen und keine Ortsangabe und ist auch deswegen keine Arbeit der Nürnberger Zeit mehr. Denn nach der Nürnberger Handwerksordnung musste jedes fertiggestellte Instrument das Meisterzeichen erhalten. Das Blech ist sehr dünn und erinnert an das einer Posaune von M. Leichamschneider und stammt daher vermutlich aus einer anderen Hütte als das Nürnberger Messing.Die Mensuren und Maße weisen darauf hin, dass Miler seine Nürnberger Werkzeuge mitgenommen hatte, als er "hiesiger obrigkeit aydt brüchig worden und ohne vorwissen derselben mit weib und Kind aus der Stadt gezogen" (So Milers ehemaliger Nürnberger Mitmeister Georg Ehe in der genannten Prozessakte von 1636). Verzierungen in Nürnberger Art. Die Gravuren finden sich in ähnlicher Weise an Nürnberger Instrumenten von M. Nagel (Posaune in Schmalkalden) und Isaak Ehe. Die Figuren auf der Blattverbindung sind Justitia und Demut (so auch bei Wörthmüller), letztere Figur evtl. auch Mars oder Neptun. Das Unterstück gehört in den Umkreis von J. L. II Ehe und stammt vermutlich auch aus dessen Werkstatt. Am Unterstück ein ähnliches, von späterer Hand eingeschlagenes "B" wie am Oberstück. Es wurde vielleicht (erst Ende 19. Jh. ?) nur deswegen angebracht, um die Zusammengehörigkeit von Ober- und Unterstück plausibel erscheinen zu lassen. Mensurell (von der Ausstattung abgesehen) passen aber Ober- und Unterstück nicht zusammen; es ergeben sich für D3 und D keine annehmbaren Proportionen.Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 169-170.; Herbert Heyde: Trompeten/Posaunen/Tuben. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 3, Leipzig 1980, S. 169-170.
Geographic coverage: Nürnberg/Bayern/Deutschland/Europa; http://sws.geonames.org/2861650/; http://sws.geonames.org/2861650/
Date: [1630]; [1700, 1720]
Type: Trombone; http://www.mimo-db.eu/InstrumentsKeywords/4369; 423.22 Labrosones with slides; http://www.mimo-db.eu/HornbostelAndSachs/356
Identifier: #ULEI:M0001889
Data provider: Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Provider: MIMO - Musical Instrument Museums Online
Providing country: Europe
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- Period Term: http://semium.org/time/16xx_2_quarter
- Period Label: [2e quart 17e siècle] (fr); [2 quarter of the 17th century] (en); [2-я четверть 17-го века] (ru)
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Where
- Place Term: http://sws.geonames.org/2921044/
- Place Label: [Deutschland] (de); [Germany] (def)
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- Geo Space: 49.45421; 11.07752
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