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4. Kriegstagebuch von Walter Naumann (April 1917-Juni 1918)

War diary No. 4 of Walter Naumann (April 1917-June 1918)

Description

    • 4. Kriegstagebuch von Walter Naumann, geführt vom 30.04.1917 bis zum 19.06.1918. Erneut führt Naumann seine Erlebnisse und Eindrücke vom Krieg zum großen Teil in englischer Sprache aus. Die Wetterangaben sind im Gegensatz dazu auf deutsch vermerkt. Enthusiastisch berichtet er vom Friedensschluss mit Russland und berichtet nüchtern von der Lage an der Westfront, z.B. wie Paris beschossen wird und dass er sich mit Kameraden über die Erlebnisse von Verdun austauscht ("Das die Engländer richtige Kloppe kriegten ist ja einzig. So eine Wut auf die Bande bekomt man."). Er bedauert in derselben Schilderung, dass seine Truppe zu weit abseits positioniert sei und er den Eindruck bekomme, es sei gar kein Krieg. Im letzten Eintrag erwähnt Naumann die Verlegung des Quartiers nach Happencourt in der Nähe von Fluquieres, wo jedes Haus zerstört sei: "Every tree and house is gone." Zusätzlich befinden sich 2 einzelne Schriftstücke in dem Tagebuch ("Der Marathonläufer" und ein Brief, unterschrieben von einem Fritz).
    • Walter Naumann wurde 1888 in Böhlitz-Ehrenberg geboren und war 1914 bis 1918 Meldegänger des Königlich Sächsischen 6. Infanterieregiment Nr. 105 „König Wilhelm II. von Württemberg“, das an den Schlachten von Verdun und Cambrai teilnahm. Nach der Schule war Naumann in Restaurants in Grenoble und Atlantic City (USA) in die Lehre gegangen, da sein Vater ein eigenes Restaurant in Bad Düben besaß und Walter dieses übernehmen sollte. Kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges kam Walter aus Atlantic City zurück, wohin er auswandern wollte. Zu seinen Hinterlassenschaften aus den Kriegsjahren 1914-1918 gehört ein Koffer, in dem sich eine Meldegängertasche samt Inhalt befand. Der Koffer enthielt dazu noch eine Reihe von Tagebüchern, Fotos und vier genau beschrifteten Fotonegativalben mit über 400 Mittelformat Negativen. Naumann war ein begeisterter Fotograf und besaß immer die neueste Technik. Möglicherweise stammte seine Feldkamera aus den USA. Mittels der Tagebücher und der genauen Fotodokumentation kann die gesamte Zeit seines Kriegseinsatzes nachgezeichnet werden: Von seiner Mobilmachung am 11. September 1914, dem Transport über Leipzig und Köln nach Lüttich in Belgien. Von dort ging es an die Front bei Laon in Frankreich, über verschiedene Zwischenstationen in Frankreich, bis zum Rückzug am 6.11.1918 von Happencourt über Baives/Frankreich und Lüttich bis zur Ankunft in Böhlitz.

People

Classifications

Properties

Time

  • Date:

    • 1918-06-19
    • 1917-04-20
  • Temporal:

    • 2013-10-13 10:57:31 UTC
  • Place/Time:

    • Western Front

Provenance

Copyright

  • Rights:

    • http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

References and relations

Location

  • Location:

    • Happencourt/Frankreich
    • #49.7768706,3.187337399999933
  • Place/Time:

    • Western Front
Longitude: "3.1873374"
Latitude: "49.77687"

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