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Title

Johann und Wilhelm Schmid aus Plochingen am Neckar, Württemberg

Johann and Wilhelm Schmid from Plochingen am Neckar, Württemberg

Description

    • Johannes (auch: Johann) Schmid, geboren am 1. Dezember 1872 in Ochsenwang, Oberamt Kirchheim, verstorben am 23. März 1945 in Plochingen am Neckar, wurde in den Neunziger Jahren beim Dragoner-Regiment „König“ (2. Württembergisches) Nr. 26 zum Kavalleristen ausgebildet – Die Regimentsnadel ist auf seiner „großen Ordensspange“ mit EK II, Dienstauszeichnung für IX Jahre (Kriegsjahre zählten doppelt) und dem Frontkämpfer-Ehrenkreuz 1934 zu erkennen. Aufgrund einer erhaltenen Familienphotographie, die Ende 1914 in Ludwigsburg aufgenommen wurde, trat er wohl zu Beginn des Krieges wieder in den Militärdienst ein. Auf dem Bild ist er als Gefreiter einer Kavallerie- oder Train-Einheit zu erkennen, sein Sohn Wilhelm noch in Zivil. Wegen seines Alters wird er wohl einer Landsturm-Eskadron angehört haben. Laut Familienüberlieferung war er als Kavallerist unter anderem in Serbien, ist dort erkrankt und geriet wohl auch in Gefangenschaft.. Er ist nach Kriegsende als Sergeant in die Heimat zurückgekehrt. Sein Sohn, Gefreiter Wilhelm Schmid, geboren am 23. Januar 1898 in Plochingen am Neckar, gefallen am 15. Juli 1918 bei Albert, Frankreich, diente bei der 2. MG-Kompagnie des Württembergisches Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 248. Wilhelm Schmid erwarb sich laut Familienüberlieferung das (noch vorhandene) EK II indem er den Rhein überschwamm und auf dem anderen Ufer einen Franzosen gefangennahm und diesen schwimmend wieder mit zurück brachte. Da der Rhein weder Frontlinie, noch im Einsatzbereich des RIR 248 war, ist anzunehmen, dass das EK II bei der Unternehmung „Alt Württemberg“ am 27. Januar 1918 erworben wurde. Laut Regimentsgeschichte des RIR 248 setzte am 27. Januar 1918 mogens gegen 4:00 Uhr ein Stoßtrupp des RIR 248 mit Sturmbooten bei Dixmuide über die Yser und brachte einen gefangenen Belgier und ein Schnellfeuergewehr mit zurück. Die Teilnehmer des Stoßtrupps wurden alle ausgezeichnet. Die Dokumente im Zusammenhang mit seinem Tod haben sich in der Familienbibel seiner Mutter erhalten. Sein Name ist auf der Gedenktafel der Weltkriegsopfer an der Plochinger Stadtkirche, auf der Gedenktafel des Turnvereins Plochingen und im Ehrenbuch des RIR 248 (E. Reustle: Die Toten des RIR 248, Stuttgart 1932) verzeichnet. Die auf der Familienphotographie zu erkennende Tochter der Familie Schmid, Julie Schmid, hat im Jahre1930 Georg Straub, einen Bruder von Sophie Straub in Plochingen geheiratet (siehe Beitrag „Feldpostkarten an die Familie Straub in Plochingen“).

People

Classifications

Properties

Time

  • Temporal:

    • 2012-02-10 15:28:07 UTC
    • 1914 bis 1918

Provenance

References and relations

Location

  • Location:

    • Plochingen am Neckar, Oberamt Eßlingen, Württembertg
    • #48.7170904,9.413376800000037
Longitude: "9.413377"
Latitude: "48.71709"
Entities
  • Subjects, resource types, genres and forms (Concepts)

  • Place names (Places)