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Feldschlächter und Fleischversorgung an der Westfront

Hintergründe zur Versorgung mit Fleisch

Description

    • Johannes Dittmer aus Zeven (2. Reihe von oben, 2. von rechts) gehörte der Feldschlächter-Abteilung 125 an. Er überließ das Foto seinem Freund Johannes Hinrichs (s. weitere Beiträge). Ort und Zeitpunkt der Aufnahme sind nicht bekannt. In der Anfangsphase des Krieges bestand kein Mangel an Fleisch, zumal rigoros auf den Viehbestand in den besetzten Gebieten Zugriff genommen wurde. Im Jahre 1916 verschärfte sich indes die Versorgungslage dramatisch, zunächst in der Heimat, bald auch bei der Truppe. Im März 1916 wurde die Tagesration beim Feldheer von 375 g Frischfleisch auf 300 g herabgesetzt, beim Konservenfleisch, das alternativ ausgegeben wurde, von 200 g auf 150 g. Im April 1916 wurde zudem ein fleischloser Tag eingeführt. Als Ersatz wurde ein Speisemehlzuschuss von 75 g bewilligt. Im Osten wurden die Rationen im Jahr 1917 sogar auf 250 g bei der kämpfenden Truppe und auf 200 g in der Etappe gesenkt. Aber selbst diese reduzierten Mengen konnten bald nicht mehr beschafft werden. Der Mangel an Schlachtvieh und Futtermitteln war so groß, dass das Vieh immer früher geschlachtet wurde. So sank das Schlachtgewicht bei Rindern von 500 kg in der Vorkriegszeit auf nur noch 160 kg im Jahr 1916, bei Schweinen von 90 kg auf 70 kg und bei Schafen von 40 kg auf 20 kg. Sowohl in der Heimat als auch bei der Truppe herrschte Hunger.

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  • Temporal:

    • 2014-01-12 15:40:21 UTC
  • Place/Time:

    • Western Front

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    • 11946
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  • First published in Europeana:

    • 2014-02-03
  • Last updated in Europeana:

    • 2016-07-27

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    • http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

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  • Place/Time:

    • Western Front

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